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Forum 2

Globalisierung und ethnische Konflikte

Was kann eine Mobilisierung von unten bewirken?

Für Neville Alexander sind die Initiativen der Afrikanischen Renaissance, Panafrikanismus, "Neue Partnerschaft für Afrikas Entwicklung" (NEPAD) kaum mehr als das Eingeständnis der herrschenden afrikanischen Kräfte, dass es keine wirklichen Alternativen gegen das neoliberale Paradigma gibt. Den von den Wirtschaftsstrategien der multinationalen Institutionen verursachten Folgen der Marginalisierung, der Stagnation und dem Rückfall in die Barbarei können diese Konzepte sich nicht entgegenstemmen. Die „'Partnerschaft' mit dem Norden in den letzten zwanzig Jahren" hat laut Alexander lediglich den Zugriff der postkolonialen herrschenden Klassen auf Afrika ermöglicht. Im Zuge der neoliberalen Globalisierung führt das oftmals zu tödlichen Auswirkungen auf das Zusammenleben der afrikanischen Ethnien. Positive Antworten stecken für Alexander in den sozialen und politischen Basiszusammenschlüssen der betroffenen Menschen, die im Zeichen eines weltumspannenden globalisierungskritischen Netzwerkes neue solidarische Dimensionen erreichen können.

Referent:
Dr. Neville Alexander, Literaturwissenschaftler