KULTUR DES FRIEDENS

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Saturday, 16. December 2017

Kultur des Friedens – Dokumentation des Berliner IPPNW-Kongresses 2000

Horst-Eberhard Richter (Hg.)

Eine Dekade nach dem Schwinden der unmittelbaren atomaren Bedrohung durch den Ost-West-Antagonismus und zu Beginn eines neuen Jahrtausends ist die Welt noch weit von einer Friedensgesellschaft entfernt. So hat die UNESCO das Jahr 2000 unter das Motto »Kultur des Friedens« gestellt – ein Motto, dessen sich die auch die deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) angenommen hat. Sie veranstaltete im Dezember 2000 einen internationalen Kongress in Berlin, der als ein offizielles Projekt der UNESCO im Rahmen des UNESCO-Jahres stattfand. Die Internationalen Friedensärzte der IPPNW – 1985 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet – werben dafür, dass nur unter Beteiligung aller gesellschaftlichen Gruppen eine bessere Friedenssicherung erreicht werden kann. Gerade angesichts neuerer Kriege in vielen Teilen der Erde erfordert eine Kultur des Friedens die Globalisierung der Erkenntnis, dass alle auf alle anderen in dieser Welt angewiesen sind – dass es also nur eine gemeinsame Sicherheit geben kann.

Der Band dokumentiert die hochkarätigen Beiträge dieser Veranstaltung: Namhafte Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Literatur, Politik und Wissenschaft – insbesondere der Friedensforschung – fordern diskursiv zu radikaler Aufklärung und zur Wiederbesinnung auf jene Kräfte auf, die vor nicht allzu langer Zeit entscheidend geholfen haben, einen drohenden Atomkrieg abzuwenden, und denen es ebenfalls gelingen kann, zu einer Weltkultur des Friedens wichtige Beiträge zu leisten. Das Buch bietet einen aktuellen Einblick in Analysen und Perspektiven gegenwärtiger Kriegs-, Friedens- und Konfliktsituationen in verschiedenen Teilen der Welt. Die Autoren beschäftigen sich auch mit den Konsequenzen der Kriege in Jugoslawien und Tschetschenien sowie mit Modellen konstruktiver Friedens- und Versöhnungsarbeit, wie sie in jüngster Zeit in Afrika und dem Nahen Osten praktiziert wurden. Auch der jüngste Ausbruch der Gewalt zwischen Juden und Palästinensern findet Berücksichtigung.

»Kultur des Friedens – damit ist ein hohes Ziel gemeint. Es ist die Vision einer echten Leitkultur, die über alle ethnischen, nationalen und religiösen Grenzen hinausreicht und die hervorbringen soll, was heute noch eher eine Leerformel darstellt, nämlich eine menschliche Gemeinschaft, eine Gemeinschaft der Menschlichkeit, was die englische Sprache mit dem einem doppelsinnigen Wort Humanity erfassen kann«. (Horst-Eberhard Richter)

Mit Beiträgen von:
György Konrad, Egon Bahr, Hans-Peter Dürr, Oskar Negt, Horst-Eberhard Richter, Richard von Weizsäcker, Dan Bar On, Andreas Buro u. a..
Psychosozial-Verlag 2001, 5 Euro

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