KULTUR DES FRIEDENS

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Wednesday, 23. October 2019

###EXSPALTE###
Bericht von Frank Uhe

Kultur des Friedens

2. Öffentlicher IPPNW-Kongres

Der oberste Kriegsherr G.W. Bush hatte gerade den Angriffskrieg gegen den Irak für beendet erklärt. Nach Afghanistan demonstrierten die USA (und in deren Schlepptau Großbritannien) der Welt wie und nach welchen Prinzipien sie ihre militärische, ökonomische und politische Macht einsetzen: Krieg wird auch dann als Mittel der Politik favorisiert, wenn er offensichtlich völkerrechtswidrig ist und gegen die Mehrheit der Weltbevölkerung durchgesetzt werden muss. Die Welt wird in Gut und Böse eingeteilt und der Kampf gegen das erklärte Böse rechtfertigt jedes Mittel.

Und dennoch: Eine friedlichere Welt ist möglich! Dem imperialen Machtanspruch der Bush-Administration gilt es eine Kraft entgegenzusetzen. Diesen Anspruch aufnehmend lud die Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung vom 1. bis 4. Mai zu ihrem 2. Öffentlichen Kongress Kultur des Friedens in die Akademie der Künste und die Technische Universität nach Berlin ein. Als Kooperationspartner konnten neben der Technischen Universität Berlin das globalisierungskritische Netzwerk Attac gewonnen werden.

Über 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten vier Tage mit 102 ReferentInnen - darunter Gästen aus Südafrika, Indien, den USA, den Niederlanden, Bosnien, Israel, Großbritannien, Thailand, Malysia, Dänemark, der Schweiz und Kolumbien - in 38 Veranstaltungen über Fragen der neuen Welt(un)ordnung, beleuchteten die Konfliktregionen Irak, Israel/Palästina und Lateinamerika, sprachen über die Auswirkungen der Globalisierung, erörterten die Rolle der Medien, arbeiteten an Konzepten und Perspektiven einer nachhaltigen Friedenssicherung, trafen sich zu Veranstaltungen über Geschlecht und Konflikt.

Darüber hinaus konnten mit Gisela May, Barbara Thalheim, Jean Pacalet, Liz Crossley und Konstantin Wecker bedeutende Künstlerinnen und Künstler für eine Mitwirkung gewonnen werden.

Was sich schon im Vorfeld abzeichnete: das Angebot gemeinsam die Arbeit an einer Kultur des Friedens fortzusetzen fiel auf fruchtbaren Boden. "Dies war erneut eine wertvolle IPPNW-Veranstaltung. Ich habe mich gefreut, dass ich dabei sein konnte." So wie Graf Sponeck haben es viele empfunden. Der Kongress war mit seinen über 1000 Teilnehmern einer der größten Friedenskongresse der letzten Jahre und ein weiterer Baustein zu einer Kultur des Friedens, der so hoffen wir, die Widerstandskräfte stärkte und aus dem die TeilnehmerInnen Ermutigung für die tägliche Friedensarbeit gewannen.

Frank Uhe

 

 

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