KULTUR DES FRIEDENS

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Saturday, 21. September 2019

###EXSPALTE###

Neues Denken als Voraussetzung einer Kultur des Friedens

Eröffnungsveranstaltung

Unter dem Titel "Neues Denken als Voraussetzung einer Kultur des Friedens" wurde der 3. Öffentliche IPPNW-Kongress "Kultur des Friedens" am Freitag in der Urania in Berlin eingeleitet.

Vortrag von Dr. Angelika Claußen als PDF-Datei »
Vortrag von Prof. Vappu Taipale: noch nicht vorhanden.
Vortrag von Prof. Dr. Rita Süssmuth: noch nicht vorhanden.
Vortrag von Prof. Dr. Dr. Horst-Eberhard Richter als PDF-Datei »
Vortrag von Katharina Mouratidi als PDF-Datei»
Vortrag von Jose Dionicio Machoa: noch nicht vorhanden.

Dr. Dorothea Wagner-Kolb

Militarisierung der Außenpolitik und Verantwortung aus deutscher Geschichte

Einleitender Vortrag

Verantwortung aus deutscher Geschichte, was Militarismus und Krieg anbetrifft, dazu ist viel zu sagen. Von deutschem Boden sind im Laufe der letzten Jahrhunderte viele Kriege ausgegangen, zuletzt die beiden verheerenden Weltkriege im 20. Jahrhundert. Allein der Zweite Weltkrieg hat fast ganz Europa in Schutt und Asche gelegt mit über 60-Millionen Toten und über 20-Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen. Die Zahl der Verstümmelten, physisch und psychisch Kranken, die durch den Krieg bis an ihr Lebensende traumatisiert sind, ist unermeßlich. 

Vortrag von Dr. Wagner-Kolb als PDF-Datei »
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Prof. Dr. Hartmut Graßl

Der anthropogene Klimawandel. Warum ist er gefährlich?

Einleitender Vortrag

Klima ist die natürliche Ressource. Ohne Klimapolitik werde sich das Klima im 21. Jahrhundert schneller ändern als je zuvor, warnt Graßl. Zur Habitatzerstörung und der Artenverschleppung komme der Klimawandel als Bedrohung der biologischen Vielfalt. Die Anpassung an ein verändertes Klima sei jedoch teurer als die Vermeidung der Veränderung. Graßl meint, bis 2050 sollten wir lernen, ein Fünftausendstel des Angebots der Sonne für dann 9 Milliarden Menschen für unsere Energieversorgung zu nutzen.

Power Point-Präsentation von Prof. Dr. Graßl als PDF-Datei »
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Dr. Neville Alexander

Globalisierung und ethnische Konflikte

Was kann eine Mobilisierung von unten bewirken? (Forum 2)

Für Neville Alexander sind die Initiativen der Afrikanischen Renaissance, Panafrikanismus, "Neue Partnerschaft für Afrikas Entwicklung" kaum mehr als das Eingeständnis der herrschenden afrikanischen Kräfte, dass es keine wirklichen Alternativen gegen das neoliberale Paradigma gibt. Den von den Wirtschaftsstrategien der multinationalen Institutionen verursachten Folgen der Marginalisierung, der Stagnation und dem Rückfall in die Barbarei könnten sich diese Konzepte nicht entgegenstemmen. Positive Antworten stecken für ihn in den sozialen und politischen Basiszusammenschlüssen der betroffenen Menschen, die im Zeichen eines weltumspannenden globalisierungskritischen Netzwerkes neue solidarische Dimensionen erreichen könnten.

Vortrag von Dr. Alexander als PDF-Datei »

Dr. David McCoy, Dr. Andreas Wulf

Armut und Gesundheit

Der Global Health Watch 2007/8 (Forum 4)

Im Zentrum des Forum "Armut und Gesundheit" stehen der Global Health Watch (GHW) und eine Bilanz "30 Jahre nach der WHO-Erklärung von Alma-Ata". Der „GHW“ richtet sich als "alternativer" Weltgesundheitsbericht besonders an Angehörige der Heilberufe und thematisiert die globalen Gesundheitsprobleme und Ungerechtigkeiten. Er dient als kritische Ergänzung zum offiziellen Weltgesundheitsbericht der WHO. IPPNW-Sektion Medact und dem People’s Health Movement.

Power Point-Präsentation von Dr. McCoy als PDF-Datei »
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Power Point-Präsentation von Dr. Wulf als PDF-Datei »
Vortrag als MP3-Datei »

Dr. Ira Helfand

Regionaler Atomkrieg, Klimawandel und globale Hungersnot

Workshop 1

Einen Atomkrieg zu verhindern ist ein medizinischer Imperativ. Tausende nuklearer Explosionen würden einen nuklearen Winter verursachen. Sogar ein regionaler Atomkrieg unter der Verwendung von nur einem kleinen Teil des weltweiten Arsenals würde zerstörende Auswirkungen auf das globale Klima haben. Diese Massenvernichtungswaffen durch eine Aromwaffenkonvention abzuschaffen, ist der einzige verantwortungsvolle Weg, diese Bedrohung für unsere gemeinsame Sicherheit und unser Überleben anzugehen.

Power Point-Präsentation von Dr. Helfand als PDF-Datei »
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Miri Weingarten

Israel ./. Palästina

Mauern versus Brücken (Workshop 5)

Der Workshop soll über die aktuelle Lage insbesondere in Gaza informieren, und dabei auch die Rolle der EU-Regierungen kritisch reflektieren. Die Möglichkeiten zivilgesellschaftlicher Brückenbildung auch von Europa aus sollen diskutiert werden.

Power Point-Präsentation von Miri Weingarten als PDF-Datei »
Power Point-Präsentation von Dr. Achmad Abu Tawahina als PDF-Datei »

(Dr. Tawahina und Dr. Eyad Rajab El Sarraj wurde von Israel die Ausreise aus Gaza verweigert.)

Claudia Haydt

Militarisierung der humanitären Hilfe (CIMIC)

Workshop 6

Das Interesse der Bundeswehr an der Zusammenarbeit mit zivilen Hilfsorganisationen bezieht sich sowohl auf Auslandseinsätze wie auch auf Heimatschutz. „Die Grenzen von innerer und äußerer Sicherheit verschwimmen zunehmend. Internationale Einsätze unter Beteiligung Deutschlands und Heimatschutz sowie Einsatz der Bundeswehr im Innern sind deshalb zwei Seiten ein und derselben Medaille.“ (Merkel 2005)

In diesem Konzept der „vernetzten Sicherheit“ („Weißbuch“ 2006) will der workshop sich auf Auslandeinsätze konzentrieren. Welche Erfahrungen haben medico international, Pax Christi, „forum ziviler Friedensdienst“ ZFD, UNO-Hilfsorganisationen u.a. in Afghanistan und Kosovo in der Nachbarschaft deutscher und internationaler Soldaten mit CIMIC, der zivil-militärischen Kooperation gemacht? Wurde der Schutz ihrer Mitarbeiter und ihrer Hilfsobjekte militärisch verbessert oder gefährdet?

Power Point-Präsentation von Claudia Haydt als PDF-Datei »

Dr. Niko Peach, Dr. Joachim Spangenberg

Die Technik als Problemlöser?

Innovationen bei der Lösung des Klimaproblems (Forum 5)

Die durch den Menschen ausgelöste Klimaveränderung schreitet unerbittlich voran. Ein erheblicher Teil des technisch-sozial noch zu bewältigenden Toleranzbereichs ist bereits ausgeschöpft, und mehr ist fest programmiert.
Das erste Quartal des 21. Jahrhunderts kann in die Geschichte eingehen als der Zeitpunkt, an dem die Menschheit eine menschenwürdige Zukunft verspielte. 
Das Interesse des Forums galt den Zusammenhängen von Klimaschutz, technischen Fortschritt, Wachstum und sozialer Gerechtigkeit sowie dem Aufzeigen von Gefahren und Handlungsoptionen.

Power Point-Präsentation von Dr. Paech als PDF-Datei»
Power Point-Präsentation von Dr. Spangenberg als PDF-Datei»

 

Dr. Wolfgang Liebert, Patricia Lorenz

Das nukleare Dilemma

Atomenergie und Atomwaffen im Angebot (Forum 6)

Auf der einen Seite lebt die westliche Welt in Angst vor einer potentiellen „islamischen“ Bombe. Auf der anderen Seite verkaufen die nuklearen Lieferländer Atomtechnologie in die Krisenregionen der Welt. Die politische Debatte um den Deal mit Indien und die Lieferung von nuklearer Technologie und Materialien, die dem Atomwaffenarsenal dienen könnten, zeigen, wie aktuell das Thema ist. Was ist dran an der sogenannten „nuklearen Renaissance“ und was würde eine "tatsächliche" Renaissance in Bezug auf die Gefahren der Proliferation bedeuten?

Power Point-Präsentation von Patricia Lorenz als PDF-Datei »
Power Point-Präsentation von Dr. Liebert als PDF-Datei »

Prof. Dr. Götz Neuneck, Regina Hagen

Nukleare Aufrüstung und Raketen

Militärische Dominanz bis in den Weltraum (Forum 7)

2001 haben die USA ihre nukleare Doktrin verändert. Seitdem haben fast alle anderen Atomwaffenstaaten ihre angepasst. Die „Vision 2020“ der US-Militär sprach von Dominanz in allen Sphären – Land, See, Luft und Weltraum. Die vierte Sphäre wird hauptsächlich durch die sogenannte US nationale Raketenabwehr gesichert. Ein Plattform für die Militarisierung des Weltraums wird unter der Vorwand eines Schutzes gegen eine Drohung vom Iran durch die Raketenabwehr aufgebaut – hier in Europa. Diese Pläne erschüttert bereits die Rüstungskontrolle – der ABM-Vertrag ist schon außer Kraft, der KSE-Vertrag gekündigt, der INF-Vertrag in Gefahr. Die Beziehung zu Russland und damit die europäische Sicherheit ist sehr stark belastet und Russland rüstet auf. Dennoch meinen Experten, dass die Raketenabwehr gar nicht wirklich funktioniert. Was steckt hinter die US-Pläne und was haben sie mit ihrer Atomwaffendoktrin zu tun?

Power Point-Präsentation von Prof. Dr. Neuneck als PDF-Dokument »
Vortrag von Regina Hagen als Video-Datei »

Dr. Rolf Gössner, Barbara Lochbihler

Menschenrechte und der "Kampf gegen den Terrorismus"

Forum 8

Der internationale Terrorismus wird gemeinhin als neue Art der globalen Gefahr
beschrieben. Dieser Logik folgend bedarf die Bekämpfung neuer Abwehr- und
Bekämpfungsmethoden, neuer Sicherheitsmaßnahmen, neuer Vorbeugemechanismen, neuer Überwachungssysteme, neuer strafrechtlicher Regelungen und neuer Kriege. Zu diesen Instrumentarien gehören auch neue
Verhörmethoden, die eigentlich uralt sind. Der „Krieg gegen den Terror“ wird häufig von Regierungen als Rechtfertigung benutzt, um Menschenrechtsstandards zu untergraben und rechtsstaatliche Prinzipien zu ignorieren. Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in New York haben zahlreiche Regierungen mit dem Argument, die bestehende Rechtslage biete ihnen keine ausreichenden Mittel, den Bedrohungen zu begegnen, weit  reichende Gesetze zur Bekämpfung des Terrorismus erlassen.

Vortrag von Barbara Lochbihler als PDF-Dokument »
Vortrag von Dr. Rolf Gössner als PDF-Dokument»

Noara Kebir, Daniel Phillip

Dezentrale, erneuerbare Energien zur zukünftigen Energieversorgung national und international

Workshop 8

Dank eines Mikrofinanzierungsmodells werden in den ländlichen Regionen
von Bangladesch mit durchschlagendem Erfolg Solarsysteme verkauft und
implementiert. Das marktführende lokale Unternehmen Grameen Shakti –
ein Tochtergesellschaft der Grameen Bank – hat gezeigt, dass das
Prinzip der Mikrokredite auch für den Energiebereich den Nobelpreis
verdient und weltweiten Vorbildcharakter hat.

Vortrag von Noara Kebir als PDF-Datei »

Prof. Dr. Ulrich Gottstein, Dr. Fakhri Khalik

Die "Befreiung" des Iraks und die katastrophalen Folgen

17 Jahre IPPNW-Kinderhilfe (Workshop 10)

Vor vier Jahren und drei Monaten verkündete Präsident George W. Bush, dass der Irakkrieg erfolgreich beendet sei. Er tat so, als ob ein großer Sieg nach einem gerechten Krieg errungen wurde, und nun Frieden, Freiheit und Ordnung im Irak und dem Mittleren Osten einziehen werde. Das Gegenteil ist der Fall. Davon konnte sich Prof. Dr. Gottstein zusammen mit anderen Ärzten im März 2003 in Baghdad selbst überzeugen. Seit 17 Jahren leistet die IPPNW-Konderhilfe humanitäre Hilfe im Irak und rettete damit vielen Kindern das Leben.

Vortrag von Prof. Dr. Gottstein als PDF-Dokument »
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Dr. Hans-Joachim Both, Dr. Dieter Lehmkuhl

Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten in Entwicklungsländern

Workshop 14

Prof. Johan Galtung

Konflikttransformation mit friedlichen Mitteln

Die Transcend Methode (Einleitender Vortrag)

Der Friedensforscher Johan Galtung hat sich in mehr als 40 Jahren mit über 45 Konflikten rund um die Welt beschäftigt. In den letzten 15 Jahren hat er vor dem Hintergrund einer spezifischen Gewalt- und Friedenstheorie und seiner globalen Erfahrungen ein Verfahren für Konflikttransformation, Friedensaufbau und Versöhnung entwickelt, das versucht, die Grenzen und Defizite von Mainstream-Verfahren ziviler Konfliktbearbeitung wie Konfliktmanagement, Conflict Resolution, Verhandlungen und Mediation zu überwinden.

Vortrag von Prof. Galtung als Video-Datei »