KULTUR DES FRIEDENS

www.kultur-des-friedens.de  | Kultur des Friedens 2008 | ReferentInnen
Thursday, 19. October 2017

Dr. Neville Alexander

Neville Alexander

Dr. Neville Alexander gehört zu den angesehensten Intellektuellen Südafrikas. Der promovierte Literaturwissenschaftler hat fast vierzig Jahre seines Lebens dem Kampf gegen die Apartheid gewidmet. Das Massaker von Sharpeville bewog den jungen Akademiker, den gewaltfreien Widerstand aufzugeben und eine Guerillabewegung zu gründen. Nach seiner Verhaftung wurde er wie viele Widerstandskämpfer auf Robben Island inhaftiert, wo er auf Nelson Mandela und seine Gefährten traf. In den zehn gemeinsamen Jahren wurden nach anfänglicher Skepsis Überlebensstrategien entwickelt, Fortbildungen organisiert und demokratische Regierungskonzepte entwickelt. Nach der gewaltfreien Regierungsübernahme Mandelas entwickelte Neville Alexander mit den ANC-Führern Konzepte einer zukünftigen Bildungspolitik für Südafrika. Keine leichte Aufgabe angesichts von mehr als zehn gesprochenen Sprachen und des Ringens um eine gemeinsame Identität von Weißen, Farbigen, Asiaten und Afrikanern. Neville Alexander ist derzeitiger Direktor der Bildungsinstitution PRAESA (Project for the Study of Alternative Education in South Africa).

PRAESA

Dr. Mary-Wynne Ashford

Dr. Mary Wynne Ashford wuchs in Edmonton, Kanada, auf. Sie studierte an der University of Calgary Medizin und arbeitet seit über 20 Jahren in der internationalen Bewegung für Frieden und Abrüstung. Von 1998 bis 2002 war sie Co-Präsidentin der internationalen IPPNW. Dr. Mary Wynne Ashford ist Vorstandsmitglied der Physicians for Global Survival (kanadische Sektion der IPPNW) und Autorin des Buches "Enough Blood Shed: 101 Solutions to Violence, Terror and War". 

Dr. Peter Becker

Peter Becker ist Rechtsanwalt und Vorsitzender von Ialana Deutschland. Ialana ist eine überparteiliche internationale Organisation von Juristen, die sich für gewaltfreie Konfliktlösungen engagiert.

IALANA

Inga Blum

Inga Blum, 1979 geboren, hat von 2001-2007 in Hamburg Medizin studiert. Seit Januar 2008 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Carl Friedrich von Weizsäcker Institut für Naturwissenschaft und Friedensforschung in Hamburg und beschäftigt sich dort mit der Evaluation von Dialogen für Nukleare Abrüstung mit politischen Entscheidungsträgern. Von 2004 bis 2006 war sie Leiterin des Nuclear Weapons Inheritance Project der IPPNW.

Nuclear Weapons Inheritance Project

Dr. Hans-Joachim Both

Dr. Joachim Both, geb. am 24. März 1944 in Stuttgart. Studium der Medizin in Freiburg und Grenoble. Ausbildung zum Facharzt für Neurologie und Psychiatrie in Berlin. Nach fast 10 Jahren Klinik über 25 Jahre in eigener Praxis tätig. 2005  medizinischer Einsatz auf Mindanao/Philippinen mit Ärzte für die 3. Welt. Seit den 80er Jahren Mitglied in der IPPNW. Seit Anfang 2007 in diesem Rahmen den pharmakritischen Arbeitskreis innerhalb der Berliner IPPNW-Regionalgruppe mitinitiiert. Mitglied bei MEZIS, einem Verband pharmaunabhängiger Ärzte. Zudem Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft Gesundheit u. Soziales bei Bündnis 90 / Die Grünen.

Daniela Dahn

Daniela Dahn wurde 1949 in Berlin geboren. Sie wuchs in Kleinmachnow auf und war  Volontärin bei DEFA und Fernsehen. Ihr Journalistik-Studium absolvierte sie in Leipzig bis 1973. Anschließend war sie Fernsehjournalistin bis zur Kündigung 1981. Es folgte ein Rückzug aus der journalistischen Tätigkeit. Seit 1982 ist Daniela Dahn freie Schriftstellerin in Berlin. Im Herbst 1989 war sie Gründungsmitglied des "Demokratischen Aufbruchs", später zog sie sich auch hier zurück. Sie ist writer in residence an mehreren Universitäten der USA und an der Sunderland-Universität in Großbritannien. Außerdem hält sie Lesungen und Kongressvorträge in Belgien, Brasilien, Dänemark, Frankreich, Indien, Italien, Osterreich. Polen, Rußland, Schweden. Schweiz, Spanien, Tschechoslovakei Ungarn und Venezuela. Auszeichnungen: Fontane-Preis, Berlin-Preis, Tucholsky-Preis, Louise-Schroeder-Medaille, Börne-Preis.

Homepage von Daniela Dahn | World Social TV

Dr. Dieter Deiseroth

Dr. Dieter Deiseroth ist Richter am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der internationalen Juristenvereinigung IALANA, die sich für ein weltweites Verbot von Atomwaffen einsetzt.

IALANA

Prof. Dr. Hans-Peter Dürr

Hans-Peter Dürr wurde 1929 geboren, er promovierte bei Edward Teller, mit dem er trotz aller politischen Kontroversen bis heute freundschaftlich verbunden ist. Von 1957 bis 1976 war Dürr Mitarbeiter von Werner Heisenberg. Im Spektrum bundesdeutscher Physiker ist Prof. Dürr singulär geblieben; er mischt sich politisch ein, und er überschreitet die Grenzen seines Fachs hin zu den Sozialwissenschaften. Mehrere Bücher dokumentieren sein Engagement für gesellschaftspolitische Probleme, sein Grenzgängertum und seine Interdisziplinarität. 1987 wurde ihm der »Alternative Nobelpreis« verliehen (Right Livelihood Award), von 1985 bis 1991 war er Vorstandsmitglied von Greenpeace Deutschland. Hans-Peter Dürr ist Gründungs- und Vorstandsmitglied von Global Challenges Network. Am 11. Juni 2004 zeichnete ihn Innenminister Otto Schily mit dem Großen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus.

Dr. Eyad Rajab El Sarraj

1998 bekam der palästinensische Psychiater Dr. Eyad Rajab El Sarraj in Genf den viel geachteten Menschenrechtspreis „Martin Ennals Award“ überreicht. Dr. El Sarraj ist der Gründer und Medizinische Direktor der Organisation „Gaza Community Mental Health Programme“ (GCMHP). Seine offene Kritik, auch an die Adresse der palästinensischen Behörden, hat ihn schon oft in eine gefährliche Lage gebracht. So wurde er einige Male mit den unterschiedlichsten Begründungen festgenommen, wurde gefoltert, saß über längere Zeit in Einzelhaft und bekam den Kontakt zu seinem Anwalt verweigert. Dr. El Sarraj ist ein Mitglied des Internationalen Rehabilitationszentrums für Folteropfer sowie des Koordinationskomitees der Kampagne gegen Folteropfer.

Gaza Community Mental Health Programme

Prof. Johan Galtung

Prof. Johan Galtung, geboren 1930, ist einer der bekanntesten Politologen Norwegens und gilt als Gründungsvater der Friedens- und Konfliktforschung. Wegen Kriegsdienstverweigerung saß er nach der Schulausbildung im Gefängnis. Anschließend studierte er Mathematik und Soziologie und gründete 1959 das Internationale Friedensforschungsinstitut PRIO in Oslo. Prof. Galtung ist Direktor des Internationalen TRANSCEND-Netzwerkes für Frieden und Entwicklung. In über 40 Konflikten wirkte er als Vermittler wie u.a. in Sri Lanka, Afghanistan und Nordkaukasus. Er erhielt u.a. den Alternativen Nobelpreis (1987) und den Gandhi-Preis (1993). Galtung setzt sich darüber hinaus für eine Demokratisierung der Vereinten Nationen (UN) ein. In zahlreichen Reden und Artikel hat er sich für die Etablierung eines Weltparlaments ausgesprochen. Galtung ist auch Beiratsmitglied des 2004 neu gegründeten Komitees für eine demokratische UNO. Zudem hat Galtung das Konzept des Friedensjournalismus entwickelt. Darunter versteht er eine kritische Berichterstattung aus Kriegsgebieten, die nicht die Sichtweise des Militärs übernimmt und sich für den Frieden einsetzt.

Transcend

Dr. Rolf Gössner

Dr. Rolf Gössner ist Vizepräsident der „Internationalen Liga für Menschenrechte“. Er arbeitet als Rechtsanwalt und parlamentarischer Berater in Bremen. Seit 2007 ist er stellvertretendes Mitglied des Bremischen Staatsgerichtshof  sowie Mitglied und stellvertretender Sprecher der Deputation für Inneres der Bremer Bürgerschaft und der Stadtbürgerschaft. Gössner ist Mitglied der Jury zur jährlichen Verleihung des Negativpreises „Big Brother Award“, welcher an Firmen, Behörden und Politiker geht, die in besonderem Maße gegen den Datenschutz verstoßen. Außerdem ist er Mitglied im Kuratorium der "Internationalen Liga für Menschenrechte" zur Verleihung der „Carl-von-Ossietzky-Medaille“. Er ist Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze zum Themenbereich „Innere Sicherheit“ und Bürgerrechte, Mitherausgeber von „Ossietzky“ – einer Zweiwochenschrift für Politik/Kultur/ Wirtschaft (Hannover/ Berlin), sowie des "Grundrechte-Reports - Zur Lage der Bürger- und Menschenrechte in Deutschland“ .

Internationale Liga für Menschenrechte

Prof. Dr. Ulrich Gottstein

Ulrich Gottstein studierte Medizin in Berlin, Göttingen und Heidelberg. Von 1971- 1991 war er Chefarzt der Medizinischen Klinik des Bürgerhospitals Frankfurt am Main und Professor für Innere Medizin an der Universität Frankfurt. Gottstein war Gründungspräsident der Deutschen Gesellschaft für Angiologie, sowie Gründungsmitglied der Internationalen Gesellschaft für Hirnkreislaufforschung. Ulrich Gottstein ist Initiator und Mitbegründer der Deutschen Sektion der IPPNW und Ehrmitglied des Vorstandes. 2008 erhielt er das Bundesverdienstkreuz erster Klasse.

Prof. Dr. Hartmut Graßl

Hartmut Graßl

Prof. Dr. Hartmut Graßl studierte Physik und Meteorologie in München. Bereits in den 1980er Jahren warnte Graßl vor dem Klimawandel. Er leitete mehrere Jahre das Weltklimaforschungsprogramm der UN in Genf. Graßl war Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie Hamburg und von 2000 bis 2004 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen (WBGU).

Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen

Regina Hagen

Regina Hagen ist im Vorstand des Global Network Against Weapons and Nuclear Power in Space und Koordinatorin von INESAP (International Network of Engenieers and Scientists against Proliferation) an der Universität Darmstadt. Sie arbeitet als freiberufliche, technische Übersetzerin und ist Vizepräsidentin des NGO Comittee for Disarmament in Genf. Regina Hagen ist aktiv im Darmstädter Friedensforum und eine Sprecherin des deutschen Trägerkreises „Atomwaffen abschaffen – bei uns anfangen!“, der die Kampagne „Abrüstung wagen – atomwaffenfrei bis 2020“ koordiniert. Auf internationaler Ebene ist sie im globalen Netzwerk zur Abschaffung von Atomwaffen „Abolition 2000“ Mitglied des Global Council sowie im zivilgesellschaftlichen Beirat der Bürgermeisterorganisation „Mayors for Peace“.

INESAP

Xanthe Hall

Xanthe Hall ist Abrüstungsreferentin und internationale Campaignerin der Internationalen Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW). Geboren 1959 in Schottland, arbeitete sie für die britische Campaign for Nuclear Disarmament, bevor sie 1985 nach Berlin auswanderte. Sie ist Sprecherin des deutschen Trägerkreises "Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen", den sie 1994 mitgegründet hat.  Sie führt zur Zeit die Kampagne "unsere zukunft - atomwaffenfrei" durch. 1995 hat sie das weltweite Netzwerk "Abolition 2000" für die Abschaffung aller  Atomwaffen mitbegründet und ist bis heute Mitglied des Global Council des Netzwerks. Zudem ist Xanthe Hall Vorstandsmitglied der internationalen Koalition "Middle Powers Initiative", die ein Diskussionsforum für DiplomatInnen und PolitikerInnen aus mittelgroßen Staaten anbietet, um über
Abrüstungsinitiativen zu reden (Article VI Forum).

Kampagne "unsere zukunft - atomwaffenfrei"

Claudia Haydt

Claudia Haydt ist Soziologin und Religionswissenschaftlerin. Sie ist Beirätin der Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. und Mitglied im Vorstand von IMI. Ihre Schwerpunkte sind: Israel/Palästina, Europäische Militarisierung, Islam sowie allgemein Friedens- und Konfliktforschung.

Informationsstelle Militarisierung

Dr. Ira Helfand

Dr. Ira Helfand praktiziert als Notarzt und Internist in Springfield, Massachusetts und ist Vorstandsmitglied der amerikanischen IPPNW Sektion PSR (Physicians for Social Responsibility). Helfand hat sich umfassend mit den Themen Atomkrieg und atomaren Terrorismus auseinandergesetzt und zuletzt 2007 eine Studie vorgelegt, in der er die möglichen globalen Auswirkungen eines regionalen Atomkriegs behandelt. Helfand ist zudem der nordamerikanische Vizepräsident der IPPNW.

Physicians for Social Responsibility

Florian Hugenberg

Florian Hugenberg arbeitet als Arzt in der Klinik für Allgemeinchirurgie am Klinikum Osnabrück. Er war erster deutscher Teilnehmer des IPPNW-Studierendenprogramms famulieren  engagieren in Kenia und hat dort während seines „Praktischen Jahres“ mit Walter Odhiambo die Firearm-Studie verfasst.

Kenia und Waffengewalt

Dr. Nicola Kaatsch

Nicola Kaatsch

Dr. Nicola Kaatsch ist Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin. Sie war lange Jahre Vorstandsmitglied der IPPNW und von »Ärzte ohne Grenzen«, mit denen sie in Kenia und Somalia arbeitete. Ihre Doktorarbeit verfasste sie zum Thema „Psychosoziale Auswirkungen von Krieg und Gewalt auf die Gesundheit somalischer Kinder“.

Noara Kebir

Noara Zohra Kebir ist Geschäftsführerin des Unternehmens MicroEnergy International, Promoventin im Promotionskolleg Mikroenergie Systeme und Vorstandsmitglied der NaturwissenschaftlerInnen Initiative für Frieden und Zukunftsfähigkeit. Schwerpunkt Ihrer wissenschaftlichen und unternehmerischen Tätiigkeit ist Energieversorung in sozial- und strukturschwachen Regionen. Noara Kebir ist Ingenieurin für Energie & Verfahrenstechnik und hat sich in den letzten Jahren auf die Entwicklung von Finanzinstrumenten spezialisiert. Im Jahr 2002 war sie Teil eines Forschungsteams, das in Bangladesh die Aktivitäten der Mikrofinanzinstitution Grameen Bank im Bereich erneuerbare Energien untersucht hat. Die Grameen Bank ist durch den Friedensnobelpreis im Jahr 2006 bekannt geworden. Für ihre Aktivitäten im Energiebereich, bekam die Bank im Jahr 2007 den alternativen Nobelpreis. Noara Kebir setzt sich für die weltweite Replikation dieses Models ein.

MicroEnergy International | NaturwissenschaftlerInnen Initiative

Dr. Fakhri Khalik

Dr. Fakhri Khalik ist Kinderarzt, Kinder- und Jugendpsychiater, Facharzt für psychotherapeutische Medizin und Psychoanalytiker. Er hat am Clementinen-Kinderkrankenhaus in Frankfurt die psychosomatische Abteilung aufgebaut, zuvor war er Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Ambulanz in der Klinik Rheinhöhe in Wiesbaden. Fakhri Khalik hat den Verein "Children of Bagdad" mitgegründet, der sich insbesondere für irakische Kinder einsetzt, die durch Krieg und Besatzung traumatisiert sind.

Christoph Krämer

Christoph Krämer ist Mitglied im Vorstand der IPPNW und langjähriger Koordinator des AK Süd-Nord. Mit Nachdruck setzt er sich für die Auseinandersetzung mit der Globalisierung als Friedensproblem und die Aufnahme dieses Themas in die IPPNW-Agenda ein. Die Präventionsarbeit an den Grundursachen (root causes), die Interventionen vor allem in den eigenen Ländern erfordere, hält er für ein Gebot ärztlichen Gewissens. Christoph Krämer ist Krankenhaus-Chirurg.

Alexa Kuenburg

Alexa Kuenburg ist Studentin der Medizin an der Universität Wien. Sie lebte und arbeitete einen Sommer lang in einem Flüchtlingslager im palästinensischen Autonomiegebiet im Rahmen des friedenspolitischen "Refugee Camp Project" der IPPNW.

Dr. med. Dieter Lehmkuhl

Dieter Lehmkuhl aus Berlin, 65 Jahre alt, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie mit  psychoanalytischer Weiterbildung. Wissenschaftliche Tätigkeit in der Sozialpsychiatrie und der Sozialmedizin (Gesundheitswissenschaften) an der FU Berlin. Leitung des Sozialpsychiatrischen Dienstes Reinickendorf von Berlin bis 1. Mai 2006. IPPNW Mitglied seit 1983. Aktiv in der Regionalgruppe Berlin mit Schwerpunkt Medizin und pharmazeutische Industrie.

Dr. phil. nat. Wolfgang Liebert

Wolfgang Liebert, geb. in Düsseldorf, Studium der Physik und Philosophie in Düsseldorf und Frankfurt. 1990 Promotion in Theoretischer Physik im Bereich Nichtlineare Dynamik/Deterministisches Chaos. Zur Zeit: Wissenschaftlicher Koordinator und Sprecher der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Naturwissenschaft, Technik und Sicherheit (IANUS) derTechnischen Universität Darmstadt; Vorsitzender des Forschungsverbundes Naturwissenschaft, Abrüstung und internationale Sicherheit (FONAS), Beiratsmitglied der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW). Arbeitsschwerpunkte: Nukleare Abrüstung und Nichtverbreitung, Präventive Rüstungskontrolle, Wissenschafts- und Technikfolgenabschätzung, Wissenschaftsphilosophie.

IANUS | VDW | FONAS

Barbara Lochbihler

Barbara Lochbihler, geboren 1959 in Obergünzburg, studierte Sozialpädagogik, Politische Wissenschaften, Volkswirtschaft und Internationales Recht. 1987 bis 1991 war sie als Persönliche Parlamentsreferentin von Prof. Eleonore Romberg, MdL in Bayern, tätig. Anschließend war sie sieben Jahre lang Generalsekretärin der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit. Seit August 1999 ist sie Generalsekretärin der deutschen Sektion von amnesty international.

amnesty international

Patricia Lorenz

Mag. Patricia Lorenz, geb. 1970. 1993 bei Global 2000 in Wien mit Antiatomarbeit begonnen. Schwerpunkte der Arbeit waren die Atomkraftwerke Temelin, Mochovce, Bohunice und z.B. die Anti-Siemenskampagne. 1999 wurde ein Kampagnenziel erreicht, als Österreich sein eigenes Atomhaftungsgesetz verabschiedete. Im Jahre 2000 ging Patricia Lorenz zu Friends of the Earth Europe nach Brüssel und gründete die Europäische Atomkampagne, da ein Großteil der pronuklearen Initiativen aus Brüssel kommt. 2001 startete sie die Kampagne zur Abschaffung des Euratom–Vertrags. 2002 organisierte sie die Euratom Konferenz im Europäischen Parlament in Brüssel, im November 2007 die Konferenz „Science and Fiction“ zur Zukunft der Atomenergie in Wien.  Zur Zeit ist Patricia Lorenz wieder in Wien, Arbeitsschwerpunkte: Sicherheit von Atomkraftwerken v. a. Mochovce 3 und 4, Rückkehr des Uranabbaus nach Europa, vertritt FoEE und NGOs generell bei ENEF (European Nuclear Energy Forum), dem Diskussionsforum der EU-Kommission in der Arbeitsgruppe zu „Risiko“. Themen: Sicherheit, Atommüll, Nicht-Verbreitung.

Friends of the Earth Europe

Jose Dionicio Machoa

Jose Dionicio Machoa ist Präsident der Sarayacu, einem Dorf von Kichwa-Indigenen im Amazonastiefland Ecuadors. Bekannt wurde die Gemeinde durch ihren bis heute anhaltenden Widerstand gegen die von der ecuadorianischen Regierung beschlossene Erschließung des ihr gehörenden Regenwaldes für die Erdölförderung durch den argentinischen Erdölkonzern CGC, was mit Enteignung ihres Landes und Umweltzerstörung verbunden wäre.

Prof. Mohssen Massarat

Dr. Mohssen Massarrat ist emeritierter Professor für Politik und Wirtschaft am Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück mit den Forschungsschwerpunkten Mittlerer und Naher Osten, Energie, Friedens- und Konfliktforschung, Nord-Süd-Konflikt. Er ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von attac und veröffentlicht regelmäßig im Mitgliedermagazin der IPPNW. Massarat ist einer der Initiatoren der Idee für eine Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Mittleren und Nahen Osten.

David McCoy

David McCoy ist Mitglied im Leitungsgremium des Peoples’ Health Movement und Mitherausgeber des Global Health Watch Reports. Als Arzt arbeitet McCoy zurzeit am Institut für Kinderheilkunde des University College in London.

Seine Kliniklaufbahn begann McCoy in verschiedenen britischen Krankenhäusern, bevor er über zwei Jahre in einem Regionalkrankenhaus in Südafrika tätig war. Anschließend arbeitete er in den Bereichen Public Health und "Entwicklung von Gesundheitssystemen" (Health System Development).

An der Universität von Kapstadt war McCoy zunächst im Bereich der Kinderheilkunde tätig. Dann arbeitete er sechs Jahren lang für den Health System Trust. Dies ist eine südafrikanische Nicht-Regierungsorganisation, die den Wandel des vormals vom Apartheidsregime geprägten Gesundheitssystem in Südafrika wissenschaftlich begleitet. Ein Großteil von McCoys Arbeit bestand darin, gesundheitspolitische Vorgaben auf ländlicher (Bezirks-) Ebene umzusetzen. Mit Health System Trust beteiligte er sich außerdem an der Dezentralisierung der staatlichen Gesundheitspolitik und am Abbau struktureller Hürden für den Wandel im südafrikanischen Gesundheitswesen.

Neben einem Master-Abschluss im Bereich Kinderheilkunde und Geburtshilfe (Maternal Health) von der Universität Kapstadt hat McCoy einen Doktortitel der London School für Hygiene and Tropical Medicine. Außerdem absolvierte McCoy eine Ausbildung im Bereich "Public Health" am britischen Royal College of Physicians.

Bernd Mesovic

Bernd Mesovic, 1954 geboren, ist Diplom-Sozialarbeiter und seit über 25 Jahren mit Flüchtlingen und Flüchtlingsthemen befasst. Zur Zeit ist er Referent und stellvertretender Geschäftsführer bei der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft für Flüchtlinge PRO ASYL.

Pro Asyl | Kampagne "Stoppt das Sterben!"

Prof. Dr. Dirk Messner

Prof. Dr. Dirk Messner studierte Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre an der FU-Berlin und der Sogang University Seoul. Von 1988 bis 1995 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Lateinamerika-Abteilung des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik gGmbH (DIE). 1995 übernahm er die Position des wissenschaftlichen Geschäftsführers am Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) der Universität Duisburg-Essen. Seit Oktober 2003 ist er neuer Geschäftsführer des DIE. Prof. Messner widmet sich besonders den Themen: Globalisierung und Rolle des Nationalstaates, Global Governance, Entwicklungspolitik und Internationale Beziehungen, Ökonomischer Strukturwandel in Lateinamerika, Steuerungstheorien und Internationale Wettbewerbsfähigkeit. Er ist u.a. Mitglied des Beirates "Friedens- und Konfliktforschung" des Planungsstabes im Auswärtigen Amt und des wissenschaftlichen Beirates der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen.

Deutsches Institut für Entwicklungspolitik

Juliano Mer-Khamis

Arna Mer-Khamis hatte Anfang der 1990er Jahre in Jenin eine Theatergruppe ins Leben gerufen, in der sie und ihr Sohn Juliano versuchten, mit den Kindern der Intifada in spielerischem Ernst mit den täglichen Schrecken der blutigen Unterdrückung umzugehen. Nach dem Tod seiner Mutter kehrte Juliano Mer-Khamis nach Jenin zurück auf der Suche nach den Kindern von damals und machte die traurige Entdeckung, dass fast alle von ihnen tot sind: von Israelis erschossen oder als Selbstmordattentäter umgekommen. Er übernahm die Leitung des Theaters, das zwei Jahre nach dem Ausbruch der zweiten Intifada, im Jahr 2002, jedoch zerstört wurde. Im Februar 2006 gründete Juliano Mer Khamis das "Freedom Theatre" in Jenin erneut. Juliano Mer-Khamis arbeitet als Theaterregisseur und ist heute einer der bekanntesten Schauspieler des Landes.

The Freedom Theatre

Karin Mlodoch

Karin Mlodoch ist Diplompsychologin und seit 14 Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit tätig. 1991-96 arbeitete sie für medico international mit Opfern politischer und sozialer/familärer Gewalt im Nordirak. 1995 war Karin Mlodoch Mitgründerin des Vereins HAUKARI e.V., der bis heute Frauenprojekte und Projekte für Gewaltopfer im  Irak fördert. Von 2001 bis 2005 vertrat sie die Heinrich Böll Stiftung in Afghanistan. Von 2002-2003 war sie Projektreferentin bei Oxfam Deutschland. Seit Januar 2008 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum Moderner Orient, Berlin. Forschungsthema: 'Gewalt, Gedächtnis und Aufarbeitung im Irak. Die Überlebenden der Anfal-Operationen in Kurdistan-Irak'  

Verein HAUKARI e.V. | Zentrum Moderner Orient in Berlin

Katharina Mouratidi

Katharina Mouratidi

Katharina Mouratidi, geboren 1971, lebt und arbeitet als freie Fotografin in Berlin. Während ihres Studiums der Bildenden Kunst an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee wurde Fotografie zum hauptsächlichen Medium ihrer Beschäftigung und Arbeit. Mouratidis Projekte konzentrieren sich seitdem auf soziale und politische Themen sowie Bewegungen. Ihre Fotografien und Texte wurden europaweit publiziert, unter anderem in: Cicero, Magazin der Frankfurter Rundschau, European Photography (Deutschland), Marie Claire und Colors Magazine (Italien), Ojo de Pez (Spanien), British Marie Claire (Großbritannien). Sie sind in zahlreichen Sammlungen vertreten und waren bereits in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen weltweit zu sehen, darunter: Fotofest Houston (USA), George Eastman House (USA), Lianzhou Photography Festival (China), Melkweg Galerie (Niederlande), Thessaloniki Museum of Photography (Griechenland), Primavera Fotográfica (Spanien), Photokina Köln. Katharina Mouratidi ist Gründungsmitglied der "Gesellschaft für Humanistische Fotografie" und seit Anfang 2008 deren Geschäftsführerin.

Katharina Mouratidi | Gesellschaft für Humanistische Fotografie

Esther Mujawayo

Esther Mujawayo, geboren 1958 in Ruanda, überlebte 1994 in Kigali den Völkermord. Sie ist Soziologin und arbeitete als stellvertretende Landesrepräsentantin für Ruanda, Burundi und Ostkongo bei der Entwicklungsorganisation Oxfam. Heute lebt Esther Mujawayo in Deutschland und ist als Psychotherapeutin am Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge in Düsseldorf tätig.

Prof. Dr. Oskar Negt

Oskar Negt ist ein deutscher Sozialphilosoph. Er wurde 1934 im ostpreußischen Kapkeim geboren und studierte Rechtswissenschaft und Philosophie in Göttingen. Sein Studium der Soziologie beendete er in Frankfurt/M, wo er 1962 bei Theodor W. Adorno mit der Arbeit über den Gegensatz zwischen positivistischen und dialektischen Denkweisen am Beispiel von Hegel und Auguste Comte promovierte. Oskar Negt war Assistent von Jürgen Habermas bevor er 1970 auf den Lehrstuhl für Soziologie der Universität Hannover berufen wurde, an der er bis zu seiner Emeritierung 2002 lehrte.

Prof. Dr. Götz Neuneck

Götz Neuneck, Diplom in Physik an der Universität Düsseldorf mit einer experimentellen Arbeit in Laserphysik 1976-1983. Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der "Arbeitsgruppe Afheldt" der Max-Planck-Gesellschaft nahe Starnberg bei München. US-Aufenthalt an der School of Public Affairs (Prof. Catherin Kelleher) University of Maryland, College Park.

Wissenschaftlicher Referent am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg.
Schwerpunkte: Neue Rüstungstechnologien, Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen, Rüstungskontrolle und Abrüstung. Promotion am Fachbereich Mathematik mit dem Thema: "Die Mathematische Modellierung von konventioneller Stabilität und Abrüstung". Leitung von Forschungsprojekten: Präventive Rüstungskontrolle, Raketenproliferation, Neue konventionelle Rüstungstechnologien, die Weiterverbreitung von Nuklearwaffen und Raketen im südlichen Asien, Terrorismus, Raketenabwehr. Zahlreiche Veröffentlichungen zu diesen Themen.

Mitgliedschaften und Mitarbeit: Mitglied des "Center for Science and International Security" (CENSIS) in der Universität Hamburg, der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW), der Federation of American Scientists, Mitglied des Vorstandsrates der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und stellvertretender. Sprecher des neugegründeten Arbeitskreises "Physik und Abrüstung" (DPG), Vorsitzender des Forschungsverbundes Naturwissenschaft, Abrüstung und Internationale Sicherheit (FONAS), Beirat der IPPNW

Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik

Dr. Walter Odhiambo

Dr. Walter Odhiambo ist Arzt und Vorsitzender der IPPNW in Kenia. Als Forscher des Institute for Development Studies der Universität in Nairobi, eines der ältesten und best-etabliertesten Forschungsinstitute in Afrika, hat er sich einen Namen gemacht und im Zuge seiner Tätigkeit dort, vor allem immer wieder auf die medizinischen Implikationen durch die in Südafrika weitverbreiteten Handwaffen aufmerksam gemacht. Odhiambo ist Mitglied des „Kenya Institute for Public Policy Research and Analysis“ (KIPPRA).

"Aiming for Prevention" | Kenia und Waffengewalt

Dr. Niko Paech

Dr. Niko Paech hat Wirtschaftswissenschaften in Osnabrück studiert. Er war wiss. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Außenwirtschaftstheorie an der Uni Osnabrück, Agenda 21-Beauftragter der Stadt Oldenburg sowie Mitarbeiter im BMBF-Projekt SUMMER (SUstainable Markets eMERge). Zur Zeit lehrt Dr. Niko Paech am Institut für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik der Universität Oldenburg Unternehmensführung und Betriebliche Umweltpolitik. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Nachhaltigkeitsforschung und Innovationsmanagement.

Lehrstuhl an der Uni Oldenburg

Prof. Dr. Norman Paech

Norman Paech ist emeritierter Professor für Verfassungs- und Völkerrecht. Von 1968 - 1972 arbeitete er im Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit in Bonn. 1972-1974 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler in Hamburg, anschließend Professor für politische Wissenschaft an der Fakultät Rechtswissenschaft II der Universität Hamburg. Er gehört u.a. dem Wissenschaftlichen Beirat der IALANA, der IPPNW und  der attac an. Bis 2001 war er für die SPD politisch aktiv. Seit 2007 gehört er der Partei DIE LINKE an, für die er im Bundestag sitzt. 

Homepage von Norman Paech

Daniel Philipp

Energietechnik-Ingenieur Daniel Philipp ist Geschäftsführer von "MicroEnergy International". Mit seiner Partnerin, Dipl.-Ing. Noara Kebir, hatte Daniel Philipp in einem Projekt die Effizienz des 100-prozentigen Tochterunternehmens Grameen Shakti der Grameen-Bank untersucht. Von August 2002 bis Februar 2003 hielten sich Daniel Philipp und Noara Kebir zu Forschungszwecken in Bangladesh auf, um das Prinzip der ländlichen Energieversorgung durch Grameen in einer der ärmsten Regionen dieser Welt zu analysieren. Im Frühjahr 2004 veröffentlichten sie eine Studie mit dem Ergebnis, dass die von Grameen Shakti verkauften Solarenergiesysteme für die Bevölkerung in Bangladesch preiswerter seien als die vor Ort übliche Energieversorgung etwa mit Kerosin oder Batterien. Inzwischen haben die beiden jungen Wissenschaftler das Unternehmen "MicroEnergy International" gegründet, das Mikrokreditbanken in Tansania, Südafrika und dem Senegal im Hinblick auf die Energieversorgung ihrer Kunden berät.

MicroEnergy International

Dr. Lars Pohlmeier

Dr. med. Lars Pohlmeier, geb. 1969 in Bremen, ist Arzt und Journalist. Seit 1991 Mitglied der IPPNW, galt sein Interesse schwerpunktmäßig der internationalen IPPNW-Arbeit, besonders im Bereich ziviler und militärischer atomarer Bedrohung. Pohlmeier hat für die IPPNW u.a. wiederholt Abrüstungsverhandlungen im Bereich Atomwaffen bei den Vereinten Nationen beobachtet. Pohlmeier war im Jahr 2000 hauptamtlich Sprecher der deutschen IPPNW. Er ist zudem Mitbegründer der bundesweiten IPPNW-Studierenden-Zeitschrift DER AMATOM und war lange Jahre IPPNW-Studierendenvertreter. Pohlmeier hat in Hamburg, Paris, Boston und St. Petersburg Medizin und Journalistik studiert. Er ist niedergelassener Internist in Bremen.

 

Prof. Dr. Dr. Horst-Eberhard Richter

Horst-Eberhard Richter

Prof. Dr. Dr. Horst-Eberhard Richter hat Medizin, Philosophie und Psychologie studiert. Von 1959 bis 1962 war er Leiter des Psychoanalytischen Instituts in Berlin. 1962 wurde Richter auf den Lehrstuhl für Psychosomatik in Gießen berufen. Von 1973-1992 war Richter Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Psychosomatische Medizin in Gießen; von 1988 bis 1992 war er Mitglied im Board of Directors der Internationalen Foundation for the Survival and the Development of Humanity und von 1992 bis 2002 geschäftsführender Direktor des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt am Main. Prof. Dr. Horst-Eberhard Richter ist Mitbegründer und Ehrenvorstandsmitglied der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW).

Jürgen Rose

Jürgen Rose ist Diplom-Pädagoge, Oberstleutnant der Bundeswehr und Publizist. Nach seiner militärischen Ausbildung, unter anderem in Fort Bliss in Texas/U.S.A., war Rose von 1988 bis 1991 Mitarbeiter an der Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation in Waldbröl im Forschungsbereich Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Öffentliche Aufmerksamkeit erregte Anfang 2007 sein Ersuchen, aus Gewissensgründen von seinen dienstlichen Aufgaben hinsichtlich des Einsatzes von Tornados in Afghanistan entbunden zu werden. Rose ist seit November 2006 Mitglied im Vorstand des Arbeitskreises Darmstädter Signal.

Arbeitskreis Darmstädter Signal

Dr. Joachim Spangenberg

Dr. Joachim Spangenberg, geboren 1955. Biologe, Ökologe, Volkswirt. 1992 - 1999 Leiter der Arbeitsgruppe “Sustainable Societies” am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Wissenschaftszentrum Berlin und beim Institut für europäische Umweltpolitik Bonn. Seit der Gründung 1999 Vizepräsident des Sustainable Europe Research Institute. Arbeitsschwerpunkte: Integrierte Nachhaltigkeit, Kriterien, Indikatoren und Szenarien, Sustainability Science, Sozio-ökonomische Nachhaltigkeit.

Jochen Stay

Jochen Stay, 1965 geboren, ist atomkritischer Aktivist und Publizist, seit über 25 Jahren ist er in außerparlamentarischen Bewegungen aktiv. Seine Arbeit wird im "Bewegungsarbeiter"-Projekt der Bewegungsstiftung durch einen offenen Kreis von UnterstützerInnen finanziert. Von 1990 bis 1995 war er Redakteur der Zeitung "Graswurzelrevolution". Er lebt seit 1992 im Wendland, ist Sprecher der Kampagne "X-tausendmal quer" gegen Castor-Transporte, Koordinator der gemeinsamen Initiative "Atomausstieg selber machen" der großen Umweltverbände und aktiv in der bundesweiten Anti-Atom-Organisation ".ausgestrahlt". Sein besonderes Interesse gilt Aktionen massenhaften Zivilen Ungehorsams, beispielsweise bei "X-tausendmal Quer", bei der Kampagne "resist" gegen den Irak-Krieg oder bei "Block G8", den Massenblockaden gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm. Aktuell ist er beteiligt am Aufbau des "Netzwerk ZUGABe- Ziviler Ungehorsam, Gewaltfreie Aktion, Bewegung".

Netzwerk ZUGABE

Prof. Dr. Rita Süssmuth

Prof. Dr. Rita Süssmuth, geb. 1937 in Wuppertal, studierte 1956-1961 Romanistik und Geschichte an den Universitäten Münster, Tübingen und Paris. Im Anschluss an ihre Promotion in Philosophie (1964) war sie Dozentin an der Pädagogischen Hochschule Ruhr und Professorin für International Vergleichende Erziehungswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. In dieser Zeit war sie Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Beratungskommissionen zur Jugend- und Familienpolitik für die damalige Bundesregierung. Süssmuth gehört seit 1981 der CDU an und war zwischen 1985 und 1988 Bundesministerin für Jugend, Familie, Gesundheit später auch für Frauen. 1988-1998 hatte sie das Amt der Präsidentin des Deutschen Bundestages inne. Sie ist Vizepräsidentin der Parlamentarischen Versammlung der OSZE und stellvertretende Leiterin der deutschen Delegation bei der PV der OSZE. 2001-2002 war sie Vorsitzende der Zuwanderungskommission der Bundesregierung, zwischen 2003-2005 Vorsitzende des Sachverständigenrats für Zuwanderung und Integration und von Januar 2004 bis Dezember 2005 Mitglied in der »Global Commission on International Migration«. Seit Januar 2006 ist Süssmuth Präsidentin des Deutschen-Polen Instituts und Vorsitzende der »EU Hochrangigen Beratergruppe (High Level Group) für Integration von benachteiligten ethnischen Minderheiten in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt« sowie Mitglied im Kuratorium des OECD Entwicklungszentrumprojekts »Bereicherung durch Migration«.

Homepage von Rita Süßmuth

Prof. Vappu Taipale

Professorin Vappu Taipale war von 1982-84 Ministerin für Gesundheit und Soziales in Finnland und von 1984-92 Generaldirektorin des Ausschusses für Gesundheit und Soziales. Seit 1992 ist sie Generaldirektorin des Nationalen Forschungs- und Entwicklungszentrum für Gesundheit und Wohlfahrt (STAKES). Von 2001 bis 2007 war sie Mitglied des UN University Council und zwischenzeitlich von 2004–07 Ratsvorsitzende. Daneben ist Vappu Taipale Gründungsmitglied der finnischen IPPNW-Sektion PSR und seit 2008 Co-Präsidentin der internationalen IPPNW.

Internationale IPPNW

Dr. Achmad Abu Tawahina

Der Psychiater Dr. Achmad Abu Tawahina ist klinischer Psychologe und geschäftsführender Direktor des Gaza Community Mental Health Programms (GCMHP). Die Nicht-Regierungs-Organisation GCMHP, die 1990 gegründet wurde, nimmt sich der psychischen Probleme der Menschen im Gazastreifen an. In drei Gesundheitszentren konnte bisher über 9.000 Menschen geholfen werden. GCMHP ist sehr geschätzt in der Region und arbeitet mit medizinischen und Menschenrechtsinstitutionen weltweit zusammen. Durch soziale Unterstützung und mit Einzelbehandlungen soll Opfern von Gewalttaten geholfen werden, mit ihren traumatischen Erlebnissen umzugehen.
Ein Schwerpunkt der Arbeit von Dr. Tawahina im GCMHP sind die Folgen psychischer Traumatisierung insbesondere bei Kindern und Jugendlichen und deren Behandlung. Für den Oktober bereitet er mit dem GCMHP eine internationale Konferenz in Gaza unter dem Titel „Belagerung und mentale Gesundheit … Mauern versus Brücken“ vor.

Gaza Community Mental Health Programm

Ulrich Tilgner

Ulrich Tilgner ist Korrespondent des Schweizer Fernsehens und berichtet seit den 80er Jahren aus dem Orient. Er beschäftigt sich vor allem mit den politischen Konflikten der Region und ihren wirtschaftlichen und kulturellen Hintergründen.
Tilgner hat in Freiburg und Tübingen Kulturwissenschaften, Politik und Wirtschaftgeschichte studiert. Nach der Islamischen Revolution war er in Teheran als Korrespondent akkreditiert, von 1985 bis 2000 unterhielt er ein Büro in Amman/Jordanien und von 2002 bis 2008 leitete er das ZDF-Büro in Teheran.
Sein Berichtsgebiet umfasst Irak, Iran und Afghanistan. Neben Beiträgen mit aktuellen Informationen aus den Kriegs- und Krisengebieten fertigt Tilgner Dokumentationen über die Region. Für seine Berichterstattung über den Irak-Krieg erhielt Ulrich Tilgner den Hanns-Joachim-Friedrich-Preis für Fernsehjournalismus 2003. Er hätte "unter den extremen Bedingungen der Kriegsberichterstattung seine professionelle Qualität und seine journalistische Unabhängigkeit bewahrt und bewiesen". So lautet die Begründung des Trägervereins in Hamburg.

Homepage von Ulrich Tilgner

Dr. Dorothea Wagner-Kolb

Dorothea Wagner-Kolb

Dr. Dorothea Wagner-Kolb war von 1973 bis 1993 Chefärztin der Geburtsgynäkologischen Abteilung im Ev. Amalien-Sieveking-Krankenhaus in Hamburg-Volksdorf. Sie ist seit 1983 Mitglied der IPPNW, war 6 Jahre lang im Vorstand tätig und betreut jährlich Tschernobyl-Kinder aus der Ukraine. Dorothea Wagner-Kolb hält regelmäßig Vorträge zu friedenspolitischen Themen.

Miri Weingarten

Miri Weingarten ist die Interventionskoordinatorin des Projektes Gesundheitsrechte der israelischen Ärzte für Menschenrechte (Physicians for Human Rights) für die besetzten palästinensischen Gebiete. Seit 1997 arbeitet sie für PHR und andere Menschenrechtsorganisationen, sowohl im Bereich der direkten Intervention, als auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Ihre Themen sind vor allem die Bewegungsfreiheit in den besetzten Gebieten, Gesundheitsrechte in Ostjerusalem und die Politik der Diskriminierung gegenüber der Beduinenminderheit im Süden Israels. Seit dem Ausbruch der Intifada verbindet Miri Weingarten ihre Menschenrechtsarbeit mit ihrem Engagement in der jüdisch-arabischen Bewegung Taayyush, zu deren Gründungsmitgliedern sie gehört.  

Physicians for Human Rights Israel | Taayyush

Dr. Andreas Wulf

Dr. Andreas Wulf, geb. 1965 in Hannover, absolvierte sein Medizinstudium in Berlin. Seine Doktorarbeit schrieb er über Ludwig Teleky und die Geschichte der Arbeitsmedizin in der Weimarer Republik.

1990-1992 war er Vorsitzender des AStA der FU Berlin, 1995-1998 arbeitete Dr. Wulf im Büro für medizinische Flüchtlingshilfe Berlin und ist seit 1998 medizinischer Projektkoordinator bei medico international in Frankfurt/Main.

Andreas Zumach

Andreas Zumach ist Journalist und Publizist. Er gilt seit mehr als 15 Jahren als Experte auf den Gebieten des Völkerrechts, der Sicherheitspolitik, der Rüstungskontrolle und als exzellenter Kenner internationaler Organisationen. Andreas Zumach arbeitet im „Palais des Nations“, dem europäischen Hauptsitz der Vereinten Nationen in Genf als Korrespondent für die »tageszeitung« (taz) und den Rundfunk.