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Forum 4

Armut und Gesundheit

Der Global Health Watch 2007/8

Im Zentrum des Forum "Armut und Gesundheit" stehen der Global Health Watch (GHW) und eine Bilanz "30 Jahre nach der WHO-Erklärung von Alma-Ata".

Der Global Health Watch – der andere Weltgesundheitsbericht
Der „GHW“ richtet sich als "alternativer" Weltgesundheitsbericht besonders an Angehörige der Heilberufe und thematisiert die globalen Gesundheitsprobleme und Ungerechtigkeiten. Er dient als kritische Ergänzung zum offiziellen Weltgesundheitsbericht der WHO. Das Ziel ist:

  • zugrunde liegende politische und wirtschaftliche Faktoren für globale Gesundheitsprobleme aufzudecken
  • die Rolle der verschiedenen Akteure im Bereich Global Health kontinuierlich zu untersuchen und kritisch zu hinterfragen, auch der WHO
  • verschiedene Teile der globalen Zivilgesellschaft zusammen zu bringen und den Konsens über wesentliche Grundprinzipen zu fördern

Der Global Health Watch erscheint in diesem Jahr zum zweiten Mal. Er ist ein Gemeinschaftswerk vieler Autoren unter der Koordination des südafrikanischen Health System Trust, der britischen IPPNW-Sektion Medact und dem People’s Health Movement.

Der britische Arzt und Co-Redakteur des Global Health Watch David McCoy wird den alternativen Gesundheitsbericht vorstellen. McCoy wird das Konzept des „GHW“ präsentieren und einen ersten Eindruck der Schwerpunkte der aktuellen Ausgabe, die im November diesen Jahres veröffentlicht wird, vermitteln.

30 Jahre nach der Deklaration von Alma Ata
Im September 1978 legte die WHO-Deklaration von Alma Ata die Grundlage für eine Weltgesundheitspolitik, die Gleichheit, Gerechtigkeit und Partizipation zu zentralen Zielen machte. Das Konzept der Stunde lautete damals Primary Health Care. Dies beeinhalte nicht nur die Forderung, dass jede Person Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung haben müsste, sondern auch die Einbeziehung der sozialen Grundbedingungen von Gesundheit und Krankheit über das Gesundheitssystem hinaus.

Andreas Wulf von medico international wird die Deklaration von Alma Ata und das Primary Health-Konzept vorstellen. Wulf und McCoy werden gemeinsam mit den Zuhörern 30 Jahre nach der WHO-Erklärung von Alma-Ata eine kritische Bilanz ziehen.

Am Ende des Forums sollen unsere Forderungen an eine gerechtere globale Gesundheitspolitik stehen gemäß der universalen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen: „Der höchstmögliche Gesundheitszustand ist ein fundamentales Menschenrecht“.

Das Forum wird in englischer Sprache mit deutscher Simultanübersetzung abgehalten

Referenten:
Dr. David McCoy, Global Health Watch, London 
Dr. Andreas Wulfmedico international                                               

Moderation: Sven Hessmann, IPPNW