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Matin Baraki

Matin Baraki ist ein deutsch-afghanischer Politologe und Dolmetscher. Nach einer Ausbildung zum Feinmechaniker studierte er in Kabul Pädagogik und arbeitete als Lehrer. Von 1970 bis 1974 war Baraki Technischer Assistent an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Kabul. 1974 ging er in die Bundesrepublik Deutschland und promovierte 1995 an der Philipps-Universität Marburg. Er nahm danach als Politikwissenschaftler Lehraufträge für Internationale Politik an den Universitäten Marburg, Gießen, Kassel und Münster wahr. Baraki publiziert über den Mittleren Osten sowie Zentralasien in Büchern sowie Zeitschriften und Zeitungen Deutschlands und der Schweiz.

Reiner Braun

Reiner Braun, geboren 1952 in Braunschweig, studierte Germanistik und Geschichte sowie Journalistik. Er ist seit 1981 in der Friedensbewegung aktiv und war Geschäftsführer unterschiedlicher  nationaler und internationaler Friedensorganisationen.

Er ist zur Zeit Executive Director des „Internationalen Friedensbüros (IPB)“, stellvertretender Vorsitzender der „Naturwissenschaftlerinitiative Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit“ sowie Mitglied der Kooperationsrates der „Kooperation für den Frieden“. Herr Braun engagiert sich in der Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“ und „abrüsten statt aufrüsten“

Christine Buchholz

Christine Buchholz ist eine deutsche Politikerin. Von 2009-2021 war sie Mitglied des Bundestages. Sie war religionspolitische Sprecherin der Fraktion "Die Linke" sowie Mitglied im Verteidigungsausschuss und stellvertretendes Mitglied im Menschenrechtsausschuss. Zudem gehörte Christine Buchholz dem Untersuchungsausschuss zum Luftangriff bei Kundus an. Gemeinsam mit ihrem Fraktionskollegen Jan van Aken reiste Christine Buchholz im Januar 2010 nach Kundus, um sich mit Hinterbliebenen der Opfer des Luftangriffs zu treffen. Über ihre Bundestagsrede am 26. Februar 2010, eine Fotoausstellung, eine Gedenkveranstaltung und andere öffentliche Veranstaltungen machte sie auf die zivilen Opfer der Bombardierung aufmerksam.

Angelika Claußen

Dr. med. Angelika Claußen ist niedergelassene Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Sie ist Co-Vorsitzende der IPPNW und Präsidentin der IPPNW Europa. Schwerpunkte ihres politischen Engagements sind Friedenspolitik, Atomausstieg und Menschenrechte/Flüchtlinge. Sie vertritt die IPPNW im Koordinationskreis "Sicherheit neu denken". 2012 erwarb sie einen Master in Friedenswissenschaften mit ihrer Studie „,Peace through Health‘ als modernen Ansatz des konstruktiven Pazifismus“. Am 3. März 2018 wurde Dr. Angelika Claußen mit dem Bielefelder Frauenpreis ausgezeichnet.

Emran Feroz

Emran Feroz ist ein österreichisch-afghanischer Journalist und Autor. Er studierte Politikwissenschaft und Islamwissenschaft an der Universität Tübibingen. Er arbeitet als freier Journalist für Die Zeit, Die Tageszeitung, Al Jazeera und The New York Times. Sein Schwerpunkt sind dabei Afghanistan und US-amerikanische Drohnenangriffe. Feroz ist Gründer der virtuellen Gedenkstätte Drone Memorial. Im Laufe des Vormarsches der Taliban in Afghanistan 2021 war er als Experte in zahlreichen deutschsprachigen und internationalen Medien zu Gast. Sein Buch "Der längste Krieg" (2021) wurde zu einem Bestseller in Deutschland.

Joachim Guilliard

Joachim Guilliard hat Physik studiert, arbeitet hauptberuflich als IT-Berater und ist in der Friedensbewegung aktiv.

Er befasst sich seit langem mit dem Nahen und Mittleren Osten, schwerpunktmäßig mit dem Irak und ist Verfasser zahlreicher Fachartikel sowie Mitherausgeber bzw. -autor mehrerer Bücher über die von Kriegen betroffenen Länder der Region.

Claudia Haydt

Claudia Haydt ist seit den 1980er Jahren in der Friedensbewegung engagiert. Sie studierte Religionswissenschaft und Soziologie. Zehn Jahre war sie kommunalpolitisch im Tübinger Kreistag und Gemeinderat aktiv. 1999 trat sie aus der Partei "Die Grünen" wegen deren Beteiligung am Jugoslawienkrieg aus. Lange Jahre war sie Redakteurin in einem Tübinger Verlag. Zurzeit ist Claudia Haydt als Vorstandsmitglied Europäische Linkspartei und der Informationsstelle Militarisierung (IMI), als Mitarbeiterin im Bundestag (Militär-, Sicherheitspolitik) und Hochschuldozentin für Sozialarbeit tätig. Ihre Schwerpunkte sind: Militarisierung in Europa,  Israel/Palästina, Naher-und Mittlerer Osten, Feindbilder und Zusammenhang zwischen Globalisierung und Krieg. Außer bei der LINKEN ist sie u.a. auch Mitglied bei Verdi und der DFG/VK.

Malalai Joya

Malalai Joya ist eine afghanische Politikerin. Sie erhielt bei der Wahl 2005 die zweithöchste Anzahl an Stimmen in ihrer Provinz und ist seitdem die jüngste Parlamentarierin Afghanistans. Malalai war vier Jahre alt, als sie und ihre Familie 1982 in den Iran und später nach Pakistan flohen, wo sie die Schule abschloss. Nach dem Rückzug der sowjetischen Armee kehrte Joya 1998 nach Afghanistan zurück. Im Alter von 19 Jahren begann sie Kurse für Lesen und Schreiben für andere Frauen zu geben. Außerdem gründete sie 2001 ein Waisenhaus sowie ein Krankenhaus. Sie ist Geschäftsführerin der NGO „Organisation of Promoting Afghan Women's Capabilities“ (OPAWC). Im Dezember 2003 forderte Malalai Joya vor der großen Ratsversammlung die Strafverfolgung der ebenfalls im Parlament sitzenden kriminellen Warlords und Drogenschmuggler, von denen mehrere von Human Rights Watch als Kriegsverbrecher eingestuft sind. Aufgrund ihrer öffentlich geäußerten Kritik gegen Fundamentalisten und Warlords erhielt sie in der Folge zahlreiche Morddrohungen.

Wahida Kabir

Wahida Kabir lebt seit 1979 in Deutschland, ist verheiratet und hat drei Kinder. Sie hat einen Magister Artium der Islamwissenschaft, Orientalistik und Politikwissenschaft. Wahida Kabir ist Mitglied im afghanischer Frauenhilfe-Verein und deutsch-afghanisches Friedensnetz sowie der Kommission für Frieden und Freiheit in Afghanistan.

Lisa Ling

Lisa Ling begann ihre militärische Laufbahn in den frühen 1990er Jahren als Sanitäterin und Krankenschwester.  Als die Netzwerke immer größer und komplexer wurden und das Unternehmen ISR (Intelligence, Surveillance, Reconnaissance) mehr Techniker für deren Aufbau und Betrieb benötigte, wurde sie befördert. Sie qualifizierte sich durch ihre technischen Fähigkeiten und ihre Fachkenntnisse im Bereich Informationssysteme. Ling wurde in die Kommunikationsabteilung der Air Force versetzt, wo sie am Betrieb, der Wartung und der Sicherheit der vernetzten Kommunikationssysteme beteiligt war. Sie arbeitete am Distributed Common Ground System (DCGS) an verschiedenen Standorten. Ihren letzten Einsatz im aktiven Dienst hatte sie auf der Beale Air Force Base in Kalifornien. Sie hat einen Bachelor Abschluss in Geschichte mit dem Schwerpunkt Nationale Sicherheit von der UC Berkeley.

Christa Lörcher

Christa Lörcher ist eine deutsche Politikerin (SPD). Sie ist seit 1970 Mitglied der SPD. Mitglied des Bundestages war sie von 1993 bis 2002. Im November 2001 verweigerte sie Kanzler Schröder die Stimme bei der Vertrauensfrage, da daran die Abstimmung über einen militärischen Einsatz in Afghanistan gebunden war. Zuvor trat sie aus der SPD-Fraktion aus und gehörte dem Bundestag für den Rest der Legislaturperiode als fraktionslose Abgeordnete an. Für ihr couragiertes Nein zum Einsatz deutscher Soldaten im Krieg gegen Afghanistan wurde Christa Lörcher 2002 mit der Clara-Immerwahr-Auszeichnung der IPPNW ausgezeichnet. Bis heute ist sie aktives Mitglied der SPD und engagiert sich in der Friedensbewegung.

Mohssen Massarat

Prof. Dr. Mohssen Massarrat ist emeritierter Professor für Politik und Wirtschaft am Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück mit den Forschungsschwerpunkten Naher und Mittlerer Osten, Energie, Friedens- und Konfliktforschung sowie Nord-Süd-Konflikt. Von Mai 2002 bis 2013 war er Koordinator der deutsch-iranischen Kooperation im Bereich Klimaschutz, Energiepolitik und Nachhaltige Entwicklung. Er hat zahlreiche Beiträge in politischen Magazinen, Wochenmagazinen und Tageszeitungen verfasst.

Paniz Musawi Natanzi

Paniz Musawi Natanzi hat von 2015 bis 2019 im Rahmen ihrer Promotion an der SOAS, University of London zu Geschlechterpolitik in Kunst und Kultur in der Modalität des Krieges in Afghanistan in Kabul, Tehran, Lahore und London geforscht, gearbeitet und gelebt. Seit 2019 lebte und arbeitete sie als Politikwissenschaftlerin und Beraterin zu Geschlechter-, Arbeits-, Gefängnis- und Migrationspolitik in Afghanistan. Sie wuchs in Lübeck auf und studierte in Berlin, Beirut und London.

Norman Paech

Prof. Dr. Norman Paech ist Jurist und emeritierter deutscher Professor für Politikwissenschaft und für Öffentliches Recht an der Universität Hamburg. Er ist seit 2005 Politiker der Partei Die Linke. Paech wurde 1969 Mitglied der SPD. 2001 trat er wegen des von der rot-grünen Mehrheit im Bundestag beschlossenen Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan jedoch aus der SPD aus. Paech zog 2005 in den Deutschen Bundestag ein und war eine Wahlperiode lang Mitglied des Deutschen Bundestages. Er war außenpolitischer Sprecher der Linksfraktion und ihr Prozessbevollmächtigter im Organstreitverfahren gegen die Tornado-Einsätze in Afghanistan vor dem Bundesverfassungsgericht. Neben Veröffentlichungen u.a. im FriedensForum und in Wissenschaft und Frieden und Stellungnahmen im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Bundestages ist er ständiger Referent im Friedensratschlag der AG Friedensforschung.

Karim Popal

Karim Popal stammt aus Afghanistan. Er flüchtete als 19-jähriger aus Afghanistan und spricht beide afghanische Sprachen fließend. Er studierte in Bremen Rechtswissenschaften und ist seit dem Jahr 1992 in der Bundesrepublik Deutschland als Rechtsanwalt zugelassen und tätig. Er arbeitet als Rechtsanwalt in Bremen und ist bekannt als „Kunduz-Anwalt“.  Karim Popal klagte zunächst in der Bundesrepublik Deutschland, danach vor dem europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Es ist ihm gelungen pro Familie 5.000 $ für ihre Hinterbliebenen zu bekommen. Für den Aufbau der Justiz in Afghanistan hat er gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut afghanische Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte unterrichtet. Er kritisierte seit Beginn des 20-jährigen Krieges in Afghanistan die Kriegsführung der NATO und veröffentlichte diesbezüglich kritische Artikel. Er arbeitet als Rechtsanwalt in Bremen.

Elsa Rassbach

Elsa Rassbach studierte Philosophie und Religionswissenschaft an der FU Berlin in den 1960ern, war in der Studentenbewegung gegen den Vietnam-Krieg aktiv, erhielte 1972 das Diplom der Deutschen Film und Fernsehakademie (DFFB) und arbeitete 1973 bis 2003 als Produzentin, Redakteurin, Autorin und Filmemacherin im Rahmen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in den USA und in Deutschland, mit Schwerpunktthemen Naturwissenschaft und Sozialgeschichte. Seit dem Angriff der US-Regierung auf dem Irak 2003 widmet sie sich als freiberufliche Autorin und Aktivistin vorwiegend friedenspolitischen Themen, wobei sie auch Interviews mit Malalai Joya gemacht hat. Sie ist aktiv in der Friedenskoordination Berlin, Mitbegründerin der Drohnen-Kampagne (2013), Sprecherin zu Drohnen von Attac Deutschland und DFG-VK, Sprecherin in Deutschland der US-amerikanischen Friedensorganisationen UNAC und CODEPINK (Aachener Friedenspreis 2014).

Stefan Recker

Stefan Recker leitet im Auftrag des Deutscher Caritasverband e. V. das Büro von Caritas international in Kabul, wo er sich auch während der Machtübernahme durch die Taliban aufhielt.. Das Not- und Katastrophenhilfswerk Caritas International leistet seit mehr als 30 Jahren Humanitäre Hilfe in Afghanistan.

Wiltrud Rösch-Metzler

Wiltrud Rösch-Metzler ist Vorsitzende von Pax Christi Rottenburg-Stuttgart. Sie ist freie Journalistin und war neun Jahre lang Sprecherin der Nahostkommission von Pax Christi. Ihr besonderer Schwerpunkt ist der Nahost-Konflikt. Wiltrud Rösch-Metzler ist eine der Sprecher*innen der Kooperation für den Frieden.

Werner Ruf

Prof. Dr. Werner Ruf ist ein deutscher Politikwissenschaftler, Hochschullehrer und Friedensforscher. Er studierte Politikwissenschaft und Soziologie, Romanistik und Geschichte in Freiburg im Breisgau, Paris, Saarbrücken und Tunis. Darüber hinaus übernahm Ruf gutachterliche Tätigkeiten u. a. für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, das Auswärtige Amt und die EU-Kommission. Werner Ruf ist Mitglied der AG Friedensforschung an der Universität Kassel sowie Vertrauensdozent der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Sabine Schiffer

Prof. Dr. Sabine Schiffer ist eine deutsche Sprachwissenschaftlerin und Medienpädagogin. Sie lehrt an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Frankfurt am Main. Ihre Themen sind Medientheorie, Medienkritik und Medienjournalismus. Im November 2005 gründete Schiffer das Institut für Medienverantwortung (IMV) in Erlangen, das sie bis heute leitet.

Friederike Stahlmann

Friederike Stahlmann ist seit knapp 20 Jahren als Sozialwissenschaftlerin auf Afghanistan spezialisiert und hat dort langfristig ethnologisch geforscht. Derzeit ist sie insbesondere als Sachverständige zu Afghanistan für deutsche und österreichische Gerichte tätig und hat in diesem Zusammenhang eine mehrjährige Forschung zu den Erfahrungen und Perspektiven abgeschobener Afghanen durchgeführt.

Cian Westmoreland

Cian Westmoreland diente als Techniker, spezialisiert auf Funk- und Satellitenkommunikation. Er wurde 2009 nach Kandahar in Afghanistan entsandt, um eine Satelliten-Datenverbindung mit hoher Bandbreite einzurichten und aufrechtzuerhalten. Diese enthielt Sprachkommunikation, Zieldaten, Bildmaterial und geografische Daten für bemannte und unbemannte Flugzeuge. Die Datenverbindung deckte einen Radius von 240.000 Meilen in Afghanistan ab. Sie wurde vom Combined Air Operations Center auf dem Luftwaffenstützpunkt Al Udeid in Katar in Auftrag gegeben und vom DCGS-Waffensystem verarbeitet. Cian machte seinen Bachelor-Abschluss in internationalen Beziehungen mit dem Schwerpunkt europäischen Friedens- und Sicherheitsstudien am Vesalius College der Freien Universität Brüssel.

Ataullah Zulfacar

Dr. med. Ataullah Zulfacar ist Gründungsmitglied des Ärztevereins für Afghanische Flüchtlinge e.V. – seit 1983 setzt er sich mit der Non-Profit-Organisation für den Wiederaufbau des afghanischen Gesundheitswesens ein. Dabei steht der Wissenstransfer zwischen deutschen und afghanischen Fachkräften an erster Stelle. Durch zahlreiche Aufenthalte in Afghanistan ist Zulfacar mit der derzeitigen humanitären und gesundheitlichen Situation in Afghanistan bestens vertraut. Zulfacar wuchs in Afghanistan auf und ging mit 18 Jahren nach Deutschland, um Medizin zu studieren. Er selbst bezeichnet den Ärzteverein für Afghanische Flüchtlinge e.V. als sein Lebenswerk.